Von 1848 bis zum Ende seines Lebens am 17. Februar 1856 war Heinrich Heine ans Bett gefesselt. Dieses Bett war ein in einem abgedunkelten Gemach liegender Strohsack mit zwei Matratzen, das er selbst seine „Matratzengruft“ nannte.
Es ist mehr als nur erstaunlich, was der fast vollständig Gelähmte mit der einen noch nicht gelähmten Hand in halbzollgroßen Buchstaben zu Papier brachte, indem er mit der anderen das gelähmte Lid des noch nicht ganz erblindeteten linken Auges anhob.
Hier entstanden neben der Redaktion und den Vorreden zu den Neuauflagen seiner Bücher und der überarbeiteten Zusammenfassung seiner früheren Korrespondenzartikel in dem umfangreichen Werk „Lutetia“ auch zahlreiche Werke wie seine dritte und bedeutsamste Gedichtsammlung „Romanzero“.
Umrahmt von Melodien der Romantik und eingebettet in die historischen und persönlichen Umstände Heinrich Heines widmet sich die Lesung den letzten acht Lebensjahren des außergewöhnlichen Dichters.
Klavier: Manuel Méndez
Programm und Lesung: Marcus Plath
Montag, 23. November 2026
19:30 Uhr / Einlass 19:00 Uhr
Locomotion Tanzstudio, Seligenstädter Strasse 107, Offenbach-Bieber
Eintritt: 15,- Euro



